Lienhard von Monkiewitsch
Lienhard von Monkiewitsch fand sein Motiv durch seine ihm eigene konsequente Anwendung der Fibonacci-Zahlenreihe. Diese werden jeweils als Abstände von den Seiten nach innen gemessen, so daß in der Mitte überraschenderweise ein Quadrat entsteht. Diese Findung des Quadrates ist eine genuine Erfindung von Monkiewitsch. Ein elementares Mittel der konstruktiven Kunst verbindet sich hier mit dem konzeptuellen Ansatz des Errechnens des Bildes. Elementare Bildfarben vervollständigen einen kraftvollen Ausdruck, der in seiner Präsenz, Selbstverständlichkeit und Souveränität mit der Musik Beethovens gleich zu setzen ist. Monkiewitsch schrieb uns zu dieser Arbeit: "Die Farben sind die prächtigsten, die mir einfielen. Rot, Grün und Gelb, bei Malewitsch die drei göttlichen Farben, dazu das Grün, bei Malewitsch eine der beiden Farben des Lebens und das schwarze Quadrat als der Bereich der Empfindung. (...) Zu harmonisch abgestimmte Farbklänge kamen für Beethoven immer weniger in Betracht. Seine Musik empfinde ich bei aller Zartheit, die ich auch an ihr liebe, vorwiegend als gewalttätig und überwältigend, was zur Folge hatte, daß sich mehr und mehr die überwältigenden Farbklänge durchsetzten. Die endgültige Entscheidung trafen Monreal und Poppen, was einem Prinzip vieler meiner Werke entspricht, auch andere Personen beim Zustandekommen mit einzubeziehen
